Was ist Billard?

BillardspielBillard ist vereinfacht gesagt ein Spiel, bei dem zwei Personen oder zwei Teams gegeneinander antreten und mit einem Stab (dem sogenannten Queue) die Billardkugeln auf einem Tisch nach verschiedenen Regeln herumstoßen. Ursprünglich haben sich wohl pfiffige Golf- beziehungsweise Cricketspieler eine Indoorvariante für ihr Spiel überlegen wollen und dabei die ersten Billardtische im 14. oder 15. Jahrhundert erfunden. Heutzutage erfreuen sich diverse Varianten des Billard enormer Popularität und große Events werden regelmäßig – gerade in den USA und den westlichen Ländern Europas – im Fernsehn übertragen. Der hohen Anteil an Taktik und Können sorgt für spannende Partien und ist der Hauptgrund für die immer mehr wachsende Popularität des Spiels.

Klassische Billard Spiele

Von tatsächlicher Bedeutung werden jedoch drei Hauptkategorien unterschieden: Poolbillard, Snooker und Carambolage, die sich nicht nur auf Grund des Regelwerkes, sondern auch wegen Anzahl und Größe der Kugeln, sowie unterschiedlich großen Tischen und Queues unterscheiden. Neben einem großen Profibereich findet man Variationen dieser drei auch in Deutschland in vielen Spielhallen und Bars, doch vor allem Poolbillard kann sich einer enormen Beliebtheit erfreuen. Dabei ist das Spielprinzip doch genauso einfach, wie fesselnd: Neben einem Spielball, genannt „die Weiße“, gibt es 15 andere Kugeln.

Davon zählen sieben zu den Vollen, was bedeutet, dass sie komplett eingefärbt sind, sieben zu den Halben, was bedeutet, dass sie nur zur Hälfte eingefärbt sind, sowie eine schwarze Kugel mit der Nummer Acht. Nun versucht man im Rahmen des Regelwerkes möglichst effektiv die eigenen Farben (Volle oder Halbe) zu lochen und zuletzt die schwarze Kugel zu versenken. Die bekanntesten Unterarten von Poolbillard sind 8-Ball, 9-Ball, 10-Ball, sowie 14/1 endlos.

Was ist Snooker?

Snooker hingegen unterscheidet sich nicht nur auf Grund des wesentlich größeren Spieltisches und kleinere – und damit schwerer zu treffende – Taschen, sondern auch die Anzahl der Kugeln ist komplett anders: Es gibt neben dem Spielball 15 rote und sechs andersfarbige Kugeln. Man versucht auch nicht möglichst schnell alle Kugeln zu versenken, sondern geht mit wesentlich mehr Taktik vor. So ergattert man sich hoffentlich mehr Punkte als der Gegner und kann die Runde – genannt Frame – für sich entscheiden. Gerade das sogenannte Snookern verschafft guten Spielern einen Vorteil, da sie dabei die Spielkugel so ablegen, dass ihr Gegenspieler zu Fehlern gezwungen wird, wodurch diese Extrapunkte verschenken.

Was ist Carambolage?

Carambolage wiederum ist komplett anders und unterscheidet sich neben dem Regelwerk auch auf den ersten Blick von den anderen Varianten, denn der Spieltisch hat keine Löcher. Außerdem wird nur mit drei Bällen gespielt, die normalerweise die Farben Rot, Weiß und Gelb haben. Allerdings gibt es manchmal auch nur eine rote Kugel, eine weiße und eine weiße mit einem Punkt darauf. Auch die Spielregeln sind denkbar einfach: Jeder Spieler spielt die komplette Partie mit seinem entweder gelben oder weißem Ball und muss versuchen, diesen mit dem Queue so anzustoßen, dass er die anderen beiden Kugeln berührt („karamboliert“), wofür es dann einen Punkt gibt. Sobald eine vorher festgelegte Punktzahl erreicht wurde, ist das Spiel beendet. Es gibt sehr viele Variationen von Carambolage. Die wichtigsten sind Einband, Dreiband, Cadre, Billard Artistique, sowie Freie Partie.

Exotische Varianten des Billard

Es gibt auch einige sehr exotische Spielweisen, die nur noch mehr oder minder etwas mit dem eigentlichen Spiel zu tun haben. Ein Beispiel wäre Kegelbillard, bei dem man mit dem Spielball versuchen muss, möglichst viele Kegel umzuwerfen. Die bekanntesten Variationen von Kegelbillard sind Billard-Kegeln, 5-Kegel-Billard, sowie 9-Kegel Billard. Hierzulande weitestgehend unbekannt und nur noch am Rande mit Billard verwandt ist das sogenannte Multicolore, bei dem es sich um ein vor allem in Frankreich beliebtes Glücksspiel handelt und neben Billard auch noch Elemente des Roulette mit einbaut. Dazu gibt es noch Englisches Billard und Russisches Billard, die neben besonderen Tischen auch vor allem besondere Kugeln verwenden und eigene Regeln

Wo kann man Billard spielen?

Mittlerweile gibt es in fast jeder Stadt ein Billard-Café, in dem man sich einen Billard-Tisch reservieren lassen kann. Eine andere Alternative sind Kneipen, die meistens am Abend besucht werden können. Da pro Spiel nur wenige Euro verlangt werden, ist Billard spielen sogar noch eine recht kostengünstige Alternative für den Freizeitspaß. In manchen Location ist das Spielen sogar frei, sofern ein Mindestverzehr an Getränken oder Speisen getätigt wird. Auch für Jugendliche unter 16 kommt dieser Freizeitspaß in Frage. Dann allerdings bei einem Besuch vor 22 Uhr oder in der Begleitung Erwachsener. Wenn du nicht gerne aus dem Haus gehst, kannst du auch ganz einfach online Billard spielen.

Billard spielen benötigt nur etwas Konzentration

Ein Abend beim Billard spielen bringt Leben in die Bude. Hier wird sich bewegt, statt immer nur herum gehockt und viel gelacht. Du brauchst keinesfalls ein Profi zu sein um mit einem Kö, wie man den Stab beim Billard spielen nennt, umzugehen. Etwas Konzentration, Übung und Geduld und schon kann man auch als Laie ganz ordentlich spielen. Wer die Kunst des Billard-Spiels allerdings wirklich beherrschen möchte, der sollte sich von einem Profi unterrichten lassen, denn nur dieser kann einem die Tricks lehren, die es beim Billard spielen zu beachten gilt. Anfänglich kann es aber auch reichen ein gutes Billard Buch zu lesen, durch das man viele neue Tricks erfährt. Billard spielen ist der richtige Freizeitspaß für alle, die mal wieder Abwechslung in die Bude bringen möchten und dabei mit vielen Freunden Spaß haben wollen.