Die Billardbrücke als Hilfsqueue verwenden

Billard BrückeBereits ein 9-Fuß Tisch kann schon länger sein als die Arme des Billardspielers mit Queue. Wie kann man nun weiter entfernte Kugeln dennoch sicher spielen? Wenn du bei großen Billardtischen nicht mehr gut an die weiße Kugel herankommst, kannst du das sogenannte Hilfsqueue verwenden. Für dieses Hilfsqueue gibt es im Billardjargon viele unterschiedliche Namen. Es wird auch oft als Brücke, Oma, Justabridge, Hilfsbock, Großmutter oder Schlampe bezeichnet. Woher all diese unterschiedlichen Bezeichnungen kommen, kann keiner so genau sagen. Eins ist jedenfalls sicher: Ohne den Hilfsqueue kommt kein Billardspieler aus.

Welche Hilfsqueues gibt es im Billard?

Beim Hilfqueue wird zwischen zwei unterschiedlichen Varianten unterschieden. Das sind die hohe Brücke und die normale Brücke. Der Unterscheid beider Brücken liegt darin, dass du durch die hohe Brücke auch über im Weg liegende Kugeln anlegen kannst. Viele Billardspieler nennen die hohe Brücke auch Spider. Ein Hilfsqueue besteht daher aus einer Verlängerung und der eigentlichen Auflage (Brücke). Du kannst Brücken inklusive der Verlängerung kaufen, aber auch Brücken, welche du auf den normalen Billardqueue aufstecken kannst.

Wann verwende ich einen Hilfsqueue?

Eine Brücke ersetzt im Billardspiel deine eigene Blockhand, welche du beim Billardtisch nicht so weit vorn auflegen kannst. Das Hilfsqueue kannst du immer dann verwenden, wenn du dich auf den Tisch legen müsstest um den Ball mit dem Billardqueue zu erreichen. Des Weiteren kannst du eine Brücke einsetzten, wenn du über deine eigenen Hand spielen müsstest. Da man beim Billardspiel immer einen Fuß auf dem Boden behalten muss, ist der Einsatz einer Brücke oft zwangsläufig von Nöten. Nachfolgend hab ich dir einige Links bereitgestellt, auf denen du eine gute Billardbücke kaufen kannst:

4.8 von 5 Sternen (12 Bewertungen)
Preis: ab 4,69 Euro

Wie verwende ich ich ein Hilfsqueue richtig?

Wenn du ein Rechtshänder bist, nimmst du die Brücke in deine linke Hand. Das Hilfsqueue soll nun wie eine Verlängerung deiner eigenen Hand wirken. Dein Billardqueue mit dem du den Stoß ausführen möchtest, nimmst du wie gewohnt in die rechte Hand und legst es auf den Hilfsqueue auf. Nun hältst du das Hilfsqueue mit der linken Hand fest. Bei deiner rechten Hand (Stoßhand) hältst du nun deinen Ellenbogen nach außen und führst den Stoß aus. Die Stoßausführung musst du ohne Verkrampfung sehr locker aus dem Handgelenk ausführen. Linkshänder machen es genau andersherum. Wenn du beim Billard bestimmte Spielsituationen wie beispielsweise einen Rückläufer hast, musst du die Brücke mit deiner linken Hand so festhalten, dass du sie direkt nach dem Stoß vom Tisch heben kannst. Nur so kannst du verhindern, das die zurücklaufende weiße Kugel an dein Hilfsqueue stößt. Schaffst du das nicht, ist das ein Foul.

Da es ein Unterschied ist, ob du das Queue auf die eigene Blockhand legst oder mit einem Hilfsqueue spielst, solltest du vor dem richtigen Spiel etwas üben. Durch das Verwenden einer Brücke hast du anfangs erst einmal weniger Gefühl für die Stoßstärke und Stoßrichtung. Mit ausreichender Übung kannst du das schnell ändern.

Wissenswertes über Billard Brücken

In vielen Kneipen und Billardsalons findest du nur eine normale Brücke vor. Wenn du dennoch über eine Kugel hinweg anlegen musst gibt es einen gewissen Trick. Du stellst die normale Brücke einfach auf. Dadurch verringerst du zwar deine Zielgenauigkeit, als Notlösung funktioniert es aber ganz gut.

Billard Brücken gibt es in diversen Ausführungen. Häufig bestehen sie aus Messing, doch auch Brücken aus Kunststoff werden oft hergestellt. Diese sind manchmal Multi-Position-Brücken, die du als normale und als hohe Brücke verwenden kannst.