Welches Zubehör brauche ich zum Billard spielen?

Der Billardtisch ist die Spielfläche, aber um wirklich spielen zu können benötigt man entsprechendes Zubehör. Dazu zählen neben den Kugeln und dem Queue auch die Kreide und der Köcher. In diesem Artikel erfährst du alles Wissenswerte zum Billardtisch Zubehör, wirst lernen, dass man die Kugeln beim Snooker auch Bälle nennt und
welchen Zweck die Kreide erfüllt. Gerade Hobbyspieler nutzen die Kreide zwar oft, um zusätzliche Bedenkzeit zu gewinnen, wissen aber meist gar nicht, wann und wie diese sinnvoll eingesetzt wird. Ähnlich verhält es sich mit dem Queue, denn als Laie weiß man meist nicht, welch großen Unterschiede es zwischen verschiedene Modellen gibt und weshalb Profis so großen Wert auf ihren eigenen Queue legen. Dabei unterscheiden sich die Queues der einzelnen Spielarten doch erheblich voneinander. Besonders wichtig sind natürlich auch die Kugeln bzw. Bälle, die sich je nach Spielart voneinander unterscheiden. Auch verwendet man bei den unterschiedlichen Spielarten verschiedene Kugeln, die sich nicht nur in der Farbe unterscheiden.

Gerade als Hobbyspieler vergisst man schnell, dass Billard eine anerkannte Sportart ist, mit festen Spielregeln, aber auch strikten Vorgaben bezüglich des gesamten Zubehörs. Die Billardkugeln müssen ebenso wie der Billardtisch ein festgelegtes Gewicht und eine bestimmte Größe haben, um nur ein Beispiel zu nennen. Wenn du das nächste Mal deine Freunde beim Billard spielen mit Hintergrundwissen beeindrucken möchtest oder einfach nur aus eigenem Interesse mehr über das Billardtisch Zubehör erfahren willst, lies einfach weiter, denn hier erfährst du alles Wissenswerte zum Thema Billard Zubehör.

So muss ein guter Billardqueue aufgebaut sein

Sehr guter Billard QueueDer Billardqueue hat verständlicherweise eine große Bedeutung, denn schließlich ist er das Sportgerät, das man benötigt, um Billard spielen zu können. Profis haben ihre eigenen Queues, die aus Ober- und Unterteil bestehen,
die vor dem Spiel zusammengeschraubt werden. Das schmale Oberteil besteht aus vier Elementen. Zunächst einmal die sog. Pomeranze, mit der die Kugel gespielt wird. Sie ist das oberste Teil des Queues und wird mit dem restlichen Oberteil verklebt oder verschraubt und besteht meist aus Schweinsleder. Das Verbindungsstück zwischen Pomeranze und dem restlichen Stock ist die Ferrule, die aus Kunststoff gefertigt wird. Sie soll dafür sorgen, dass die Stöße abgefedert werden. Unterhalb der Ferrule schließt das größte Stück des Oberteils an, der Schaft. Er wird aus mehren Schichten Ahornholz gefertigt und ist der Teil des Queues, der auf den Fingern des Spielers aufliegt. Der Schaft muss immer sauber sein und gepflegt werden, da er für einen reibungslosen und gleichmäßigen Stoß verantwortlich ist. Das Ende des Oberteils bildet der Zierring, mit dem Ober- und Unterteil verbunden werden.

Das Unterteil des Queues besteht ebenfalls aus vier Elementen und der sog. Joint wird mit dem Oberteil verschraubt. Dabei handelt es sich lediglich um ein Verbindungsstück mit Schraubgewinde, das aus Messing, Holz oder Kunststoff bestehen kann. Die Schraube hingegen sollte aus Holz, Messing oder Stahl bestehen. Zwischen Joint und Griffband befindet sich der sog. Forearm. Über diesen wird sowohl das Design als auch das Gewicht des Queues festgelegt. Das Griffband umfasst der Spieler, um die Kugel zu stoßen. Um zu verhindern, dass man beim Stoß abrutscht und um dafür zu sorgen, dass Schweiß und Feuchtigkeit aufgesaugt werden, besteht dieser Bereich des Queues aus Nylon oder Leinen. Den Abschluss bildet das sog. Butt Cap, eine Gummischicht, die einerseits das untere Ende des Queues schützen soll und andererseits eine Gewichtsschraube enthält.

Die Billardkugeln für unterschiedliche Spielvarianten

Billard KugelnDie Billardkugeln oder auch –bälle werden unabhängig von der Spielart unterschieden in Spiel- und Objektkugeln. Nur die Spielkugeln dürfen mit dem Queue berührt, also direkt angespielt werden, Objektkugeln hingegen werden durch die Spielkugel bewegt. Früher wurden die Kugeln aus Elfenbein gefertigt, heute stellt man sie allerdings aus Phenolharz her, ein sehr widerstandsfähiges und formtreues Material. Je nach Spielart benötigt man verschiedene Kugeln.

Beim Poolbillard gibt es 15 Objektkugeln, die farblich gekennzeichnet und nummeriert sind. Umgangssprachlich unterscheidet man zwischen „Halben“ mit den Nummern von 9 bis 15 und „Vollen“ mit den Nummern von 1 bis 8, je nach Färbung. Alle Kugeln sind gleich groß, haben einen Durchmesser von 57,2 mm und wiegen 170 g. Die weiße Kugel ist die Spielkugel.

Beim Snooker hingegen dürfen die Kugeln auch als Bälle bezeichnet werden. Es gibt 21 Objektbälle, von denen 15 komplett rot gefärbt sind, und einen weißen Spielball. Die restlichen haben unterschiedliche Farben, wobei die Farben für verschiedene Wertigkeiten stehen und zwischen 2 und 7 Spielpunkten einbringen. Der Durchmesser der Bälle beträgt 52,5 mm und das Gewicht liegt zwischen 130 und 150 g, womit die Snookerbälle kleiner und leichter sind als die Poolkugeln.

Bei Karambolage spielen zwei Teams gegeneinander und ein jedes hat eine weiße Spielkugel. Mittlerweile geht man immer mehr dazu über, dass ein Team eine weiße, das andere eine gelbe Spielkugel hat, um eine bessere Übersichtlichkeit zu gewährleisten. Beide Teams spielen auf eine rote Objektkugel. Die Kugeln beim Karambolage sind mit 61,5 mm größer als die Pool-, aber auch als die Snookerbälle.

Für was braucht man einen Billard Köcher?

Billard KöcherProfessionelle Billard-Spieler lassen sich ihren Queue einiges kosten, da spielt ein sicherer Transport natürlich eine große Rolle. Dafür eignen sich sowohl Billard Koffer als auch Billard Köcher. Ein Koffer ist natürlich robuster als Köcher, aber meist kann man nur einen einzigen Queue darin verstauen. Köcher hingegen sind bei den Profis sehr beliebt, zumal man sie bequem über der Schulter tragen und mehrer Queues zusammen transportieren kann. Außerdem eignen sie sich sehr gut zur Lagerung der Queues, da sie diese sowohl vor Schlägen als auch Temperaturschwankungen schützen. Ein weiteres Plus besteht darin, dass der Köcher ausreichend Platz für notwendiges Billard Zubehör sowie Werkzeug bietet.

Die Billard Köcher sind in unterschiedlichen Materialien und Farben erhältlich, wobei es sich meist um gedeckte Farben handelt, schließlich verbindet man Eleganz und Stil mit dem Sport, da wäre Zubehör in knalliger Farbe unpassend. Bei den Materialien kann man zwischen Kunststoff, Kunstleder und Leder wählen. Als zusätzlichen Schutz kann man Queuetaschen kaufen, die oft aus Velours bestehen und die Queues im Köcher nochmals extra schützen. Die Köcher sind relativ günstig und unterscheiden sich darin, wie viel Ober- und Unterteile man unterbringt, bei Köchern für Profis können mindestens zwei Oberteile und ein Unterteil verstaut werden.

Man muss dazu sagen, dass die Voraussetzung zur Nutzung eines Billard Köchers, aber auch eines Billard Koffers, ist, dass man den Queue in Ober- und Unterteil zerlegen kann. Dies setzt voraus, dass sich der Spieler seinen Queue einiges kosten ließ, denn die Queues in Spielhallen oder Kneipen sind von geringerer Qualität und aus einem Stück gefertigt.

Wozu gibt es die Billardkreide?

Billard KreideTurner und Hochspringer benutzen Magnesium, um nicht von ihrem Sportgerät abzurutschen, beim Billard übernimmt diese Funktion die Billardkreide. Sie wird auf der Pomeranze aufgetragen und sorgt dafür, dass die Haftung zwischen Kugel und Queue erhöht wird, so dass gezielte Stöße möglich sind. Das Spiel mit Effet wäre ohne die Nutzung der Billardkreise nur schwer möglich.

Die Billardkreide besteht hauptsächlich aus Quarz, genauer gesagt Siliciumdioxid. Sie wird in unterschiedlichen Farben angeboten, allerdings wird meist die blaue Kreide beim Pool, die grüne Kreide beim Snooker verwendet. Snooker-Spieler ziehen die grüne Kreide vor, weil diese weniger Spuren auf dem Tisch hinterlässt. Die Kreide wird in kleinen Würfeln, mit einer Größe von etwa 2 x 2 cm, angeboten und ist mit Papier ummantelt.

Die Billardkreiden unterscheiden sich voneinander allerdings nicht, wie häufig angenommen wird, durch den Fettanteil, denn Kreide hat keine Fettbestandteile. Dieser Irrtum besteht deshalb, weil man zwar von fettiger Kreide spricht, hierunter aber die Menge an Kreide versteht, die nach dem Stoß an der weißen Kugel haften bleibt. Die unterschiedlichen Billardkreiden unterscheiden sich lediglich in Wasseranteil, Granulierung und Farbstoff voneinander.

Profispieler, die in der Lage sind, die Kugel gezielt mit Effet zu spielen, setzen die Kreide gezielt ein. Dabei spielt die Menge der aufgetragenen Kreide eine wichtige Rolle, denn gerade beim Billard sind Feinheiten bei der Stoßstärke von großer Bedeutung.